HSG Worms verliert in letzter Sekunde in Bad Sobernheim 

Die HSG Worms muss sich beim HSV Sobernheim denkbar knapp mit 30:31 (17:15) geschlagen geben. Trotz einer über weite Strecken engagierten Vorstellung und einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung standen die Wormser am Ende mit leeren Händen da.

Von Beginn an entwickelte sich in Bad Sobernheim eine ausgeglichene Partie. Die HSG fand offensiv gut ins Spiel und konnte sich bis zur Halbzeit eine 17:15-Führung erarbeiten. Besonders Lukas Hochgesand zeigte sich erneut treffsicher aus dem Rückraum und war mit insgesamt 13 Treffern der erfolgreichste Wormser Werfer. Auch Torhüter Tim Kotzurek konnte mit einigen wichtigen Paraden seinen Teil dazu beitragen, dass die HSG lange auf Kurs blieb.

Wie schon in den vergangenen Spielen verschlief die HSG allerdings erneut den Start in die zweite Halbzeit. Die ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel fanden die Wormser nur schwer ins Spiel, während Sobernheim diese Phase nutzte, um die Partie zu drehen und zunächst die Führung zu übernehmen. Die HSG kämpfte sich anschließend wieder zurück und hielt die Begegnung bis in die Schlussphase offen.

Entscheidend war letztlich jedoch auch die eigene Chancenverwertung. Vor allem von den Außenpositionen fehlte gegen einen stark aufgelegten Sobernheimer Torhüter die nötige Treffsicherheit. Mehrere gute Möglichkeiten blieben ungenutzt. Insgesamt war die Wurfquote an diesem Abend zu schwach, um die engagierte Leistung mit etwas Zählbarem zu belohnen.

Auch das Spiel über den Kreis bereitete den Wormsern Probleme. Im eigenen Angriff gelang es zu selten, den Kreisläufer entscheidend einzubinden. Gleichzeitig bekam die HSG-Defensive das Kreisspiel der Gastgeber nicht konsequent in den Griff und musste darüber mehrere Treffer hinnehmen.

Trotz dieser Schwierigkeiten bewies die Mannschaft eine gute Einstellung und ließ sich auch von Rückständen nicht abschütteln. In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Krimi. Hagen Druck brachte die Wormser kurz vor dem Ende zum 30:30-Ausgleich.Doch Sobernheim hatte die passende Antwort: Tillmann Groh traf 15 Sekunden vor dem Ende zum 31:30. Damit blieb der HSG nur noch ein letzter Angriff, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen.

So steht die HSG trotz einer kämpferisch starken Leistung ohne Punkte da. Der verschlafene Start in die zweite Halbzeit, die Probleme im Kreisspiel und vor allem die zu geringe Wurfausbeute verhinderten letztlich, dass sich die Wormser für ihren Einsatz belohnen konnten.

Viel Zeit zum Hadern bleibt der HSG allerdings nicht. Bereits am kommenden Sonntag wartet das nächste Heimspiel in der Drachenhöhle. Um 18 Uhr empfängt die Mannschaft die SG Saulheim II in der Nikolaus-Doerr-Halle. Nach der knappen Niederlage in Bad Sobernheim will die HSG vor heimischem Publikum wieder auf Punktejagd gehen.

Es spielten: Max Karsten (2), Leo Jakob (1), Maurice Paul (3), Virgil Krämer (2), Dominik Bork (1), Marc Kühn, Michael Hofferberg, Tim Kotzurek, Hagen Druck (4), Jonas Beyer, Elias Brandt (2), Felix Roskos (2), Lukas Hochgesand (13)